Rückblick 2015 – ich bin „Marathon“ gelaufen

Ende diesen Jahres, will ich auch einmal einen Jahresrückblick machen. 2015 war gesundheitlich gesehen ein echt anstrengendes Jahr. Ich habe in 10,5 Monaten insgesamt 29 Infusionen bekommen, d.h. im Schnitt jeden 11. Tag. Direkt im Anschluss an die Infusion lag ich je 3 Tage auf dem Sofa und konnte vor lauter Erschöpfung NICHTS tun, gar nichts! Das macht zusammen 87 Tage Sofa oder anders ausgedrückt fast ein Viertel des Jahres 2015. Und da habe ich die Tage nach einer „einfachen“ Exposition durch Schadstoffe noch gar nicht hinzugerechnet. Rund 150 Stunden habe ich in den 10,5 Monaten mit Zugfahren verbracht. An zwei Terminen hatte ich das Glück, mit dem Auto gefahren zu werden – das waren dann nur jeweils 3 Stunden Fahrtzeit pro Termin. Insgesamt war ich also 6,5 Tage lang nur unterwegs, um die ärztlich empfohlen und notwendige Entgiftungstherapie durchzuziehen.

87 Tage… rund 3 Monate lag ich also einfach vorbei – zu erschöpft zum Reden, Denken, Lachen, Duschen, Kochen, Putzen, Arbeiten, Telefonieren. Fähig zu NICHTS, kämpfend mit den ekligen Symptomen, ringend um Selbstbeherrschung und suchend nach der Gewissheit, dass das Leben doch lebenswert sei. Kein Wunder, dass so manches liegen blieb und ich das Gefühl hatte, nichts mehr auf die Reihe zu kriegen. Zusammengerechnet 3 Monate lang – Wahnsinn.

Mein Mann und die Kinder haben mich in den 3 Monaten aber auch an den restlichen Tagen motiviert, damit ich nicht aufgebe. Haben mich zum Lachen gebracht, mich wo sie nur konnten unterstützt und an den Tagen in Ruhe gelassen, an denen ich hauptsächlich geschlafen oder seichte Romane gelesen habe. VIELEN DANK dafür! Denn v.a. die oben genannten 3 Monate waren schrecklich. Aber auch die restlichen 7,5 Monate oder 8 Tage von 11 waren keineswegs normaler Alltag, sondern eine Zeit des inneren Kampfes und beherrscht von einem mühsamen und andauernden Ringen um gesundheitliche Stabilität. Meine Kondition hat enorm nachgelassen. Nach Bergmüllers metaMotion Trainingsprogramm ist meine Leistungsfähigkeit an der anaeroben Schwelle mittlerweile als bedenklich einzustufen. Dabei hatte ich mich bis kurz vor unserem Umzug im Juli 2013 knapp auf eine durchschnittliche Leistungsfähigkeit innerhalb von 9 Monaten intensivem Training hochgearbeitet. Kein Wunder also, dass ich keine Spaziergänge mehr machen kann. Alles futsch! So ein Mist!

Nun ja, aber dafür scheinen vorerst die Schadstoffe aus meinen Körper beseitigt worden zu sein. YEAH! Nun mache ich erst mal eine ganz lange Pause, ich will keine Infusionen mehr sehen und mich erholen. Nach den früheren Entgiftungstherapien habe ich meist 3-6 Monate gebraucht, um das erste Mal das Gefühl zu haben, ich habe überschüssige Energie in meinem Körper, die ich für einen Spaziergang nutzen könnte. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert. Ich werde meine Kondition jedenfalls zusätzlich mit täglichem Ergometer-Training nach dem metaMotion-Prinzip aufbauen. Täglich max. Stunde Training – da freue ich mich schon drauf. Denn es tut mir gut, abends sagen zu können: „Hey, ich bin heute wieder geradelt.“ Außerdem will ich mich in Bezug auf meine persönlichen Projekte 2016 viel lieber um Erfreulicheres kümmern: um meinen Blog, um die Veröffentlichung meines Buches und um meine Arbeit als SeelenHüterin.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich im Jahr 2016 sozusagen 3 Monate mehr Zeit habe als dieses Jahr. Ich bin mal vorsichtig optimistisch und freue mich darüber, auch wenn ich weiß, dass ich noch einige Wochen brauche, um wieder einigermaßen fit zu sein. Aber trotzdem: Was für ein Geschenk!

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