Begriff Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist nur eine von verschiedenen Mastzellerkrankungen. Es gibt derzeit von der WHO lediglich Kriterien für die Diagnose einer Mastozytose. Alle anderen Krankheitsfälle, die nicht unter die WHO-Kriterien fallen werden als systemisches Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) bezeichnet. Hier liegt eine Anreicherung von krankhaft veränderten Mastzellen vor, die unkontrolliert Mediatoren und Zytokine freisetzen. Die folgenden wichtigsten Kriterien sind ausschlaggebend:

  1. Eine erhöhte Mastzellaktivität wird durch die vorhandene Symptomatik als gesichert angenommen (Mastzellmediatorsyndrom)
  2. Es liegt im besten Fall der Nachweis einer erhöhten Mediatorkonzentration vor.

Es existiert kein einheitliches Krankheitsbild, da Mastzellen im gesamten Körper vorkommen und daher auch die verschiedensten Organe betroffen sein können. Diese Zellen sind Teil des Immunsystems und daher für die Abwehr zuständig. Dazu setzen die Mastzellen unterschiedliche chemische Wirkstoffe frei. Ist die Menge der ausgeschütteten Wirkstoffe überhöht, reagiert der Körper mit Symptomen, die einer Allergie gleichen bis hin zum anaphylaktischen Schock oder chronischen Entzündungsreaktionen. Aber auch Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Hautausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen, Dauererkältungen, Bauchschmerzen und Durchfälle oder schwerste Erschöpfungszustände können zum Krankheitsbild gehören.

 

 

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